Fellpflege des Australian Shepherds

Ein Aushängeschild des Australian Shepherds ist ohne Frage das Fell. Typisch für diese Rasse sind die besonderen Fellfarbgebungen und das schöne glänzende Fell, wenn es denn gepflegt und der Hund gesund ist. Ich werde oft gefragt, ob das Fell sehr Pflegeintensiv ist. Da kann ich vorab sagen – nein. Was aber dennoch wichtig ist und was ich regelmäßig zur Fellpfege mache, möchte ich euch heute gerne beschreiben.

Was ist bei der Fellpflege von einem Aussie wichtig?

Zur Fellpflege zähle ich nicht nur das Fell an sich, sondern auch alles drumherum. Die Pfotenballen, Krallen und die Ernährung zähle ich zur Fellpflege dazu. Ich fange einfach mal an.

Pfoten und Gesicht

Im Gesicht habe ich Bliss noch nie geschnitten. Ihr Fell fällt nicht in die Augen und daher sehe ich da keinen Bedarf 🙂 Allerdings schneiden wir regelmäßig die Pfötchen und befreien diese vom kurzen Fell. Vor allem im Winter, wenn das Salz auf den Straßen liegt, sollte man die Pfoten regelmäßig pflegen und abwaschen.

Bei der regelmäßigen Fellpflege schneide ich zuerst das Fell zwischen den Ballen weg. Dazu habe ich mir vor langer Zeit mal eine extra Pfoten- und Gesichtsschere bei Fressnapf gekauft. Wichtig bei dieser Schere ist vor allem, dass die Spitzen abgerundet sind.

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Dann schaue ich nach den Krallen. Sobald die Krallen auf dem Boden „Klackern“ sollten die Krallen auf jeden Fall geprüft werden, ob diese zu lang geworden sind. Denn wenn die Krallen des Hundes zu lang werden, kann das Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat haben und zu Schmerzen beim Laufen führen oder Haltungsschäden verursachen. Hierbei aber bitte sehr vorsichtig sein und nicht zu kurz schneiden! Eine Krallenverletzung kann sehr stark bluten.

Zum Krallenschneiden kann ich euch die Schere von Golden PET empfehlen! Diese liegt sicher in der Hand und schneidet die Krallen wirklich gut. Wir durften das Krallenschneide SET testen und sind sehr begeistert! Bliss mag das Schneiden ja gar nicht, daher muss es „schnell“ und reibungslos gehen und da ist die Krallenschere wirklich zuverlässig. *

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Wenn wir das Krallenschneiden hinter uns haben geht es im Anschluss mit einem kleinen Wellness Programm weiter. Viele von euch kennen das vielleicht vom eigenen Hund, vor allem zur Winterzeit, die Pfoten werden rau durch das Salz auf der Straße. Natürlich kann man auch Vaseline nutzen, aber bei einer Anfrage nach einer Kooperation bin ich auf das Coco Cream Kokos Öl von Belly aufmerksam geworden und habe das mal ausprobiert!*

Nicht nur, dass es super riecht – denn ich lieeebe Kokos – pflegt das Öl auch super das Fell und die Pfoten. Im Sommer kann man das Öl aufs Fell auftragen und unterstützt so den Zeckenschutz und vermehrt im Winter kann man das Öl gut als Pfotenbalsam nutzen.

Auf den Fotos seht ihr gut, wie die Pfoten von Bliss vor dem Auftragen aussahen. Nach dem Auftragen sehen die Pfoten wieder babyweich aus und waren es auch noch Tage danach. Also meine neue Erkenntnis ist, dass Kokos Öl für die Pfotenpflege sehr zu empfehlen ist!

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Verfilzungen

Das Problem, dass das Fell verfilzt, kommt beim Aussie nicht so oft vor. Was wir allerdings recht häufig haben sind Knötchen hinterm Ohr. Diese entferne ich  vorsichtig und ohne Probleme mit einem Kamm.

Wenn die Knötchen aber sehr hartnäckig sind, dann schneide ich diese raus und muss Bliss nicht weiter quälen… Zudem schneide ich meistens etwas „Form“ in das Fell. Es sind nur ein paar mm die ich teilweise schneide. Eine Effilierschere kann hierbei übrigens grobe Schnittkanten im Fell kaschieren! Weitere Hinweise zum „Schneiden“ findet ihr weiter unten…

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir zu diesem Thema das Scherenset von Hundefreund testen durften.

Die Scheren liegen sicher in der Hand und schneiden ganz toll und scharf das Fell. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich vorher eine Hundeschere für über 30 Euro hatte und die ist nicht annähernd so gut wie diese von Hundefreund. Zudem sind sie abgerundet, sodass man den Hund nicht beim Schneiden verletzen kann. Schaut doch mal bei Hundefreund im Amazon Shop vorbei!*

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Hosenbeine

Einen Kamm nutze ich für die „Hosen“ von Bliss. Eine Zupfbürste kann dabei helfen, die abgestorbene Unterwolle auszubürsten. Dies sorgt dann für eine bessere Luftzirkulation an der Haut. Vor allem im Sommer ist dies entscheidend! Es kann nämlich vor einer Überhitzung des Hundes schützen.

Schuren

Im Sommer neigen viele Besitzer dazu, den Hund kurz zu schneiden. Bitte dies bei einem Aussie mit Vorsicht betrachten. Schuren zerstört die natürliche Struktur des Fells. Die Unterwolle wächst deutlich schneller als das Deckhaar und wird somit nach jeder Schur dichter und dichter. Folge –  weniger Luftzirkulation an der Haut – Folge noch mehr Hitzestau. Auch wenn ihr es nur gut meint und einen kühlenden Effekt erreichen wollt, hilft diese Maßnahme einem Aussie nur sehr wenig. Wenn diese Maßnahme regelmäßig gemacht wird oder das Fell zu kurz geschnitten wird, dann „verwollt“ das Fell und wächst nie mehr so schön nach… daher hierbei obacht!

Kämmen

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In einer Woche versuche ich Bliss mindestens einmal zu bürsten. Es wird empfohlen, dass das Fell kräftig in alle Richtungen durchgekämmt und gebürstet werden soll. Das mache ich nicht. Ich kämme immer mit dem Strich des Fells, nie dagegen.

Wenn Bliss allerdings im Fellwechsel ist kommt es auch mal vor, dass ich alle zwei Tage bürsten muss. Und da bekomme ich wirklich eimerweise die Unterwolle raus.

Tipp:
Wenn ihr einen Welpenaussie bei euch zu Hause habt, startet gleich von Anfang an mit einem Pflegeritual! Bliss ist manchmal echt launisch und hat keine Lust auf Kämmen. Wenn ich ihr das nicht von Anfang an beigebracht hätte, müsste ich sicherlich noch mehr kämpfen!

Baden

Das Baden übernimmt Bliss meistens selbst in einem Fluss oder Tümpel 🙂 Aber zuhause bade ich sie wirklich total selten. Ich bade sie nur auch mit Shampoo, wenn sie stinkt 🙂  D. h. eigentlich nur, wenn sie im Tümpel gelandet ist oder in Kuhmist. So oft sollte man und braucht man auch nicht Aussies Baden. Das ist nicht so gut für die Haut.

Ernährung

DSC03457Wie sagt man so schön: Die Haut ist der Spiegel der Gesundheit. So ist das bei Hunden auch. Ein schönes glänzendes Fell kann auch von innen gestärkt werden. Und somit komme ich zum Thema Ernährung. Bliss wird ja bekanntlich gebarft und bekommt Rohfleisch. Dies gibt mir die Flexibilität auf kleinste Anzeichen von Immunschwäche oder Magenbeschwerden zu reagieren.

Zudem hat es den Vorteil, dass man sich mehr und mehr mit der Ernährung des Hundes beschäftigt. Die Gesundheit ist die Basis für ein schönes Fell.

Darüber hinaus gebe ich Bliss für das Fell ab und zu Dorschlebertran und Eigelb in das Futter. Das lässt das Fell so richtig schön glänzen. Speziell dazu mag ich diesen Beitrag auf  Der BARF-Blog. Dort wird schön beschrieben, was die Ernährung mit dem Fell zu tun hat. Ein Auszug von der Seite:

Stumpfes Fell entsteht z. B. durch den Mangel an wichtigen Aminosäuren bzw. wichtigen Fettsäuren, etwa durch die einseitige Fütterung schwer verdaulicher Eiweißlieferanten (bindegewebsreiche Schlachtabfälle, pflanzliche Eiweiße) bzw. durch die alleinige Gabe ungünstiger Fettsäuren als Fettlieferanten.1

Auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen (Zink, Jod, Biotin, B-Vitamine, Vitamine A/E, Nikotinsäure) kann Haut- und somit Fellprobleme verursachen. Hierbei muss auch beachtet werden, dass Nährstoffmängel nicht unbedingt primär entstehen (also durch die mangelnde Zuführung von Nährstoffen), sondern auch sekundär durch die Fütterung von Komponenten, die die Absorption des jeweiligen Nährstoffs behindern (wie etwa zu hohe Calciummengen oder große Mengen an im Getreide enthaltener Phytinsäure).2

Schaut bei der Seite unbedingt mal vorbei! Dort erhaltet ihr wertvolle Tipps und Erklärungen.

Was gehört noch alles zur Fellpflege?

Parasiten

Genau, natürlich muss auch regelmäßig geprüft werden, ob sich Parasiten im Fell befinden. Zecken nehmen unheimlich gerne platz auf einem Vierbeiner. Aber auch Flöhe und co. nehmen gerne Platz. Also hier heißt es, regelmäßig schauen! Und bitte keine Chemiekeulen auf die Haut und Fell des Hundes. Es gibt viele natürliche Alternativen die nicht das Nervensystem angreifen!

Viele Grüße

Tine & Bliss

 

Quellen:

Der BARF-Blog

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1Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 183 f.
2 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 183.

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